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Laserhub und Synapticon unterstützen grenzüberschreitende Corona-Hilfe

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Start-ups nutzen Flexibilität und Hightech um Pandemiebekämpfung zu unterstützen

Stuttgart/Böblingen, den 09. April 2020 – Dass auch junge Unternehmen mit eingeschränkten Ressourcen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie helfen können – sogar über Ländergrenzen hinweg – demonstrieren aktuell unter anderem die Laserhub GmbH aus Stuttgart und die Synapticon GmbH aus Böblingen. Die beiden Technologieunternehmen setzen dazu auf Hightech und ihre mittlerweile internationalen Lieferketten: 3D-Drucker, Schutzmasken aus China und eine Cloud-basierte Beschaffungsplattform.

Gesichtsschutz für Krankenhäuser

„Im Gegensatz zu großen Unternehmen mit erheblichen Ressourcen und vielen Mitarbeitern müssen wir als Start-up natürlich kleiner Brötchen backen. Als wir die Chance gesehen haben helfen zu können, haben wir dann natürlich sofort losgelegt“, berichtet Nikolai Ensslen, Gründer und Geschäftsführer der Synapticon GmbH. Das junge Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren international einen Namen gemacht als Hightech-Lieferant für Roboterhersteller und Maschinenbauer. „Über einen Lieferanten aus Madrid wurden wir aufmerksam auf ein Projekt, bei dem Unternehmen ihre 3D-Drucker einsetzen können um Elemente für Gesichtsschutz-Schilder zu produzieren. Da wir solche Geräte selbst nutzen, lag die Zusage nahe.“

Seither stehen in Schönaich die 3D-Drucker nicht mehr still. Die Kunststoffteile werden von den Mitarbeitern, die nicht im Home-Office arbeiten in regelmäßigen Abständen verpackt und nach Madrid geschickt, wo der spanische Partner aus mehreren Einzelteilen die „Face Shields“ montiert und in Eigenregie beispielsweise an lokale Krankenhäuser verteilt.

Bauteile für dringend benötigte Maschinen

Die Verknüpfung zwischen Herstellern und Kunden auf einer digitalen Beschaffungsplattform, das ist seit rund 2 Jahren die Aufgabe der Laserhub GmbH aus Stuttgart. Das Startup hat sich mittlerweile zu eine international genutzten Drehscheibe entwickelt, über die unzählige Aufträge der blechbearbeitenden Industrie automatisiert abgewickelt werden. Laserhub ist damit in Deutschland, Österreich und Frankreich erfolgreich.

„Neben den Preisen,  der Auswahl und der Qualität der Blechteile lag seit jeher auch eine zeitnahe Verfügbarkeit der Bestellungen ein wichtiges Merkmal der Plattform. In der aktuellen Krisensituation ist für viele Hersteller, die Produkte fertigen, die momentan händeringend benötigt werden, eine superschnelle Lieferung extrem wichtig“, erklärt Christoph Rößner, Co-Gründer und Mitglied der Geschäftsleitung bei Laserhub. „Wir haben unsere Plattform nun entsprechend angepasst, so dass Auftraggeber ihre Bestellungen als systemrelevant kennzeichnen könne. Dies sind beispielsweise Blechverkleidungen für medizinische Geräte oder vergleichbare Produkte der Medizin- und Lebensmittelindustrie. Registriert unser System eine solche Bestellung, so wird diese mit absoluter Priorität bearbeitet.“

Wie wichtig und sensible Lieferketten in der aktuellen Situation sind, belegt eine aktuelle Umfrage des VDMA. Demnach erwarten über 75 % der Unternehmen, in denen der Ablauf aktuell noch reibungslos funktioniert, Störungen der Lieferketten in den nächsten 3 Monaten. Diese Störungen können mit traditionellen – also manuellen und analogen – Prozessen aber nur teilweise abgewendet werden.  

Chinesische Niederlassung organisiert Atemmasken für Region Stuttgart

Das Thema Lieferkette spielt auch bei der zweite Maßnahme von Synapticon eine wichtige Rolle. Das junge Technologieunternehmen exportiert im Normalfall Hightech nach China – nur importieren die Robotik-Experten Cent-Produkte aus China nach Deutschland.

„Als sich vor einigen Wochen der Mangel an Schutzmasken verschärft hat, habe ich mit den anderen Mitgliedern des Round Table Stuttgart nach Wegen gesucht, wie wir hier in der Region helfen können. Nur wenige Tage zuvor hatte uns ein fürsorglicher Kunde aus China ein Dutzend Masken als kleine Aufmerksamkeit geschickt. Dann musste ich nur noch Eins uns Eins zusammenzählen“, berichtet Nikolai Ensslen. „Ich habe also unser kleines Team in Shanghai angerufen und gebeten einen Hersteller von Atemmasken vor Ort ausfindig zu machen. Durch den direkten Kontakt vor Ort hat das dann auch tatsächlich geklappt, wenn auch mühsam.“

Die ersten Sendungen aus China sind auf dem Weg nach Böblingen. Die FFP2-Schutzmasken werden von Synapticon an die Mitglieder von Round Table und Old Table Stuttgart weitergereicht und von zahlreichen sozial engagierten Unternehmern in der Region an verschiedenen Einrichtungen verteilt.

„Die Aktion ist angelaufen und ich gehe davon aus, dass der Bedarf in den kommenden Wochen eher zu- als abnehmen wird. Die finanzielle Unterstützung durch Spenden vorausgesetzt werden wir versuchen unsere Quellen in China weiterhin zu nutzen um die Schutzmasken Bedürftigen in der Region zur Verfügung zu stellen“, erklärt Ensslen. 

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Marketing Manager at Synapticon